Lena Wittneben ist systemischer Coach, Gedächtnistrainerin und Medienfachwirtin aus Hamburg mit dem Credo: „Arbeitszeit ist Lebenszeit“. Sie bezeichnet sich selbst als "Edutainerin" und ist Expertin bei den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Potenzialentfaltung und Selbstmanagement. Ob im Podcast, als capital.de Kolumnistin, XING Insiderin oder Speaker & Coach: Ihr Ziel ist es, Menschen mit Humor und Freude zu stärken, zu begleiten und echte Begegnungen zu schaffen.

Wie trinkst du deinen Kaffee?

Schwarz ohne alles oder Cappuccino mit Hafermilch

 

Wer oder was inspiriert dich?

Paul Smith hat mal gesagt:

"You can find inspiration anywhere. If not, look again“ .

Mich kann ein längst vergessener Song in einer alten Playlist genauso inspirieren wie ein Spaziergang hier in Hamburg an der Alster oder durch Instagram Accounts von Architektenhäusern zu scrollen. Meistens sind es aber Gespräche mit Freunden oder auch zufällige Begegnungen mit mal ganz anderen Gesprächsthemen. Ansonsten die

„Inspirationsklassiker“: Bücher, Podcasts, Vorträge oder tolle Zitate von großen Denkern.

 

Was ist ein Thema, dass dich gerade besonders fasziniert?

Nicht speziell „gerade“, eher fortlaufend alles rund um Zukunfts- und Trendforschung: Entwicklungen in Sachen gesellschaftliches Miteinander, Wohnen, Ernährung, Arbeiten, Nachhaltigkeit, Handel, Fitness & Freizeit….

 

Was hilft dir dabei, fokussiert zu bleiben?

Meine mittel- und langfristigen Ziele (nach Möglichkeit) jeden Tag zu visualisieren und niederzuschreiben. Das gibt mir Klarheit, Fokus und lässt „Dinge“, die nicht auf diese Ziele einzahlen schnell links und rechts des Weges.

Um ganz unmittelbar fokussiert zu bleiben nutze ich gern die „Pomodoro Technik“ - kurze komplett störungs- und socialmediafreie Zeiteinheiten für konzentriertes "en bloc" arbeiten.

 

„Erfolg & Balance ohne Selbstoptimierungswahn“ ist dein Slogan. Glaubst du, wir streben heute zu sehr danach, uns selbst zu perfektionieren?

„Bigger, better, faster, more“ – Attitüden will ich nicht bewerten; Disziplin, Verbesserungen, Effizienz und hoch gesteckte Ziele sind bewundernswert und bringen auch mich ins Tun – häufig müssen wir meines Erachtens nur wenig bis gar nicht an den Schrauben drehen, denn: Wir haben bereits alles in uns! Manchmal ist es zielführender, zufriedenstellender und ressourcenschonender die körpereigenes „apps“  zu reaktivieren anstallt alles tracken, kontrollieren und verbessern zu wollen oder sogar neuroenhancement Produkte („Doping fürs Gehirn“) zu konsumieren.

 

„Entschleunigung“ ist mindestens ein so großes Buzzword wie „Selbstoptimierung“ - Was ist wichtig, wenn man tatsächlich mal Abstand vom digitalen Trubel nehmen möchte?

Noch inflationärer: „Achtsamkeit"

Ich glaube fest daran, dass wir alle immer ein „Kontrastprogramm“ benötigen, um gesund und in Balance zu bleiben.

Bedeutet für mich, dass ich zum Beispiel nach langer konzeptioneller Arbeit und permanent parallelem socialmedia Konsum gleichsam für echte offline Momente sorge und im Gegensatz zum strukturierten, analytischen und logischen Denken im Anschluss und „Feierabend“ raus aus dem Kopf komme, mehr in die Kreativität gehe, Menschen treffe…

Hört sich banal an, aber letztlich ist der Abstand vom digitalen Trubel nichts anderes als Flugmodus und Kontrastprogramm. 

 

Wie bleibt man auch im Home Office produktiv?

Mit einer guten Struktur und Tagesplanung, die am besten schon am Vorabend für den nächsten Tag beginnt:

Auf wenige wichtige To Do´s beschränken, die mich oder meine Unternehmung wirklich meinen Zielen näherbringt. Ausreichend Pausen planen, genügend Wasser trinken und sich immer mal wieder zwischendurch durchbewegen.

Stichwort „Pomodoro Technik“: Für echte „deep work“ Phasen ohne Störung sorgen, in denen wir anspruchsvolle Tätigkeiten erledigen können.

 

Wie muss ein Arbeitsumfeld aussehen, um Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren?

Auf jeden Fall eine offene Kommunikations-, Pausen- und Fehlerkultur. Eine gemeinsame Vision und Ziele!

Lob und Wertschätzung auf Augenhöhe, Führungskräfte, die mit „gutem Beispiel“ vorangehen. Und immer und überall: Humor!!

 

Wenn du die Möglichkeit hättest, das nächste große Cover einer weltweit aufgelegten Zeitschrift zu entwerfen, was würdest du drauf machen?

Hmmm, tolle Frage…. die Songzeile aus „anthem“ von Leonard Cohen, so habe ich auch meinen Podcast genannt:

„There is a crack in everything. And that is how the light gets in."