Insgesamt 35.000 Dollar hat die NASA ausgeschrieben. Damit hofft die Organisation auf ein revolutionäres Konzept für ihre Toiletten - denn die müssen im Weltraum und vor allem auf dem Mond ganz schön was leisten. Bis jetzt mussten die Astronauten bei Mondmissionen auf Windeln oder Schläuche zurückgreifen. Damit soll bei der nächsten Apollo-Mission Schluss sein. 

20.000 Dollar bekommt der Gewinner der von NASA ausgeschriebenen Crowdfunding Kampagne, der „Lunar Loo Challenge“. 10.000 Dollar gehen an den zweiten und 5.000 Dollar an den dritten Platz. Dafür müssen die Teilnehmer eine Toilette designen, die sowohl in der Schwerelosigkeit, als auch bei der Mondschwerkraft funktioniert. 

 

Weltraum-Toiletten für die Schwerelosigkeit optimiert

Toiletten für den Weltraum gibt es zwar schon - auf der ISS beispielsweise - doch die funktionieren eben nur in der Schwerelosigkeit. Die NASA ist deshalb jetzt, laut der offiziellen Kampagne, auf der Suche nach einem „next-generation Gerät, das kleiner, effizienter und funktionsfähig sowohl in Mikrogravitation, als auch bei der Mondschwerkraft ist.“ 

 

NASA hofft auf neues Mindset 

Nach eigenen Angaben arbeite die NASA zwar daran, bereits existierende Konzepte zu verkleinern und zu optimieren, doch die Mithilfe der weltweiten Gemeinschaft sei mehr als willkommen: „Sie werden die Herausforderung mit einem anderen Mindset angehen.“ So die NASA auf der Kampagnen-Seite „Wir hoffen mit diesem Wettbewerb radikal neue Ansätze und andere Herangehensweisen an das Problem zu entdecken“

 

Alte Apollo-Technik hat ausgedient 

2024 soll die nächste Apollo-Mission starten. Bis dahin muss das Konzept fertig sein. Die Lösung, wieder auf Schläuche oder Windeln zurückzugreifen, käme für die Astronauten nicht mehr in Frage sagte ein NASA-Ingenieur gegenüber Business Insider: „Die Astronauten bestanden darauf, dass sie nicht zu den Apollo-Taschen zurückkehren wollen. Wir brauchen eine Toilette, die sieben Tage lang auf der Mondoberfläche sowie während der Transitzeit zum und vom Mond funktionieren muss.“

 

Auch der Nachwuchs-Erfinder können sich einbringen 

Wer sein Konzept einreichen möchte, hat noch bis zum 17. August 2020 Zeit, am 30. September werden die offiziellen Gewinner verkündet. Hier geht es zu der Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform „heroX“. Für alle jungen Erfinder gibt es in der Ausschreibung übrigens auch eine Junior Kategorie. Hier verspricht die NASA zwar kein Preisgeld, aber dafür immerhin öffentliche Anerkennung und einen NASA-Fanartikel.