Das SpaceX Programm Starlink will mithilfe von Satelliten bald einen weltweiten Highspeed-Internet-Zugang möglich machen. Nach dem neuesten Launch sind laut CEO Elon Musk circa 500 Satelliten im All - genug für erste Beta-Tests. 

12.000 - so viele Starlink-Satelitten sind derzeit bis zum Jahr 2027 genehmigt, es sollen allerdings noch wesentlich mehr werden. Trotzdem sind die, die bis jetzt in der Umlaufbahn sind, bereits genug für erste Tests. Das SpaceX Programm hatte angekündigt 2020 seine Dienste in den USA und 2021 auf der ganzen Welt verfügbar machen zu wollen. 

 

Öffentliche Beta-Tests noch in diesem Jahr

Auf der offiziellen Starlink Website ist es seit neuestem möglich, sich auf eine Mailingliste setzen zu lassen, um Updates über die Verfügbarkeit zu bekommen. Auch für Deutschland kann man anfragen, doch konkrete Informationen gibt es noch nicht. Die Beta-Tests sollen allerdings im Spätsommer starten. Erst privat, dann aber auch öffentlich zugänglich. Wer sich für die Mailingliste registriert, bekommt eine Nachricht, sobald das Mitmachen bei Beta-Tests in der eigenen Region möglich wird. 

 

Bezahlbares Highspeed-Netz?

Während andere Satelliten in einer Höhe von 36.000 Kilometern fliegen, umrunden die Starlink Exemplare die Erde in einer Höhe von 550 Kilometern. Diese Nähe ermöglicht eine bessere Anbindung an größere Bandbreiten. Laut einem Interview der SpaceX Präsidentin Gwynne Shotwell mit CNN im Oktober letzen Jahres soll das Starlink Internet „hundert mal schneller“ sein, als bisherige vergleichbare Verbindungen. Was das kosten wird? Angeblich unter 80 Dollar im Monat. 

 

Kritik an den Missionen

Das Starlink Projekt ist nicht unumstritten. Informationen von Deutschlandfunk zufolge, befürchten Kritiker durch die vielen Launches ein starkes Ansteigen von Weltraumschrott. Auch einige Astronomen haben bereits Beschwerden vorgebracht: Die Satelliten seien zu hell, sie würden das Beobachten des Nachthimmels erschweren. In einem Update reagiert SpaceX auf die Kritik: Die neuesten Satelliten sollen innerhalb einer Woche nach Launch durch ein Software-Update, das den Kurs und die Ausrichtung anpasst, für das menschliche Auge unsichtbar werden. Außerdem sollen die Satelliten mit speziellen Schirmen ausgerüstet werden, die die Sonnenreflexion minimieren und so den Einfluss auf astronomische Beobachtungen einschränken. 

 

Wann genau das Starlink Internet in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch unklar. Wer allerdings trotzdem ein Auge offen halten möchte kann auf dieser Website nachschauen, wann zumindest die Satelliten am eigenen Nachthimmel zu sehen sein werden: https://findstarlink.com