Ulrich und Martin Huggenberger sind die Geschäftsführer von XITASO. Wie sie New Work verstehen und warum diese Auffassung zum Erfolg der Firma beiträgt.

Die Tätigkeit bei einem industriellen Großunternehmen gab den Ausschlag und plötzlich wusste der studierte Diplom-Informatiker Ulrich Huggenberger: Das ist sein Metier. Hier möchte er sich selbstständig machen. „Allerdings wollte ich nicht einfach blind in die Selbstständigkeit laufen. Dafür bin ich nicht der Typ“, erzählt Huggenberger heute. „Deshalb hat mir diese Zeit sehr dabei geholfen, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Außerdem habe ich mich viel mit Freunden und Bekannten ausgetauscht und bekam natürlich auch Gegenstimmen.“

Sein Faible für Software Engineering ist Ulrich Huggenberger geblieben und wurde zu einer der Kerndisziplinen von XITASO. Das Augsburger Unternehmen steht für Digitalisierung und entwickelt Software für komplexe Herausforderungen beim digitalen Wandel.

Neues Arbeiten – bereits vor dem Trend

Eng damit zusammen hängt etwas, das heute vor allem als New Work geläufig ist. „Wir laufen allerdings keinem Trend hinterher“, erklärt der Geschäftsführer. „Wir haben New Work nicht, weil es en vogue ist, sondern weil es perfekt zu den komplexen Projektanforderungen unserer Kunden passt.“ Denn XITASO wurde nach agilen Maßstäben aufgebaut, orientiert sich stark an den Mitarbeitern. Es wurde viel ausprobiert – und auch Fehler gemacht. „Das gehört dazu, wenn man einen Lernprozess erreichen möchte“, betont Martin Huggenberger. Der Diplom-Kaufmann ist neben seinem Bruder ebenfalls Teil der Geschäftsführung. „Fehler darf und sollte man machen. Wir halten unsere Mitarbeiter sehr zu selbstständigen Entscheidungen an. Im Gegenzug müssen wir natürlich akzeptieren, wenn eine Entscheidung auch mal falsch war. Leider wird in Deutschland oft noch zu lange an falschen Entscheidungen festgehalten. Man traut sich zu wenig, offensichtlich falsche Entscheidungen schnell zu korrigieren.“

„Agil zu bleiben ist ein wichtiger Punkt“

Den Punkt, an dem sich das Unternehmen heute befindet, hat es erst über die Jahre erreicht. Zu Anfang wurde auch hier mit den klassischen Hierarchien begonnen. Schnell jedoch hat sich herauskristallisiert, dass die Anforderungen von Projekt- und Kundenseite flexiblere Teams voraussetzen. „Wir haben es in unserem Berufsfeld mit sehr komplexen Vorgängen zu tun“, erklärt Ulrich Huggenberger. „Da muss es unseren Leuten ermöglicht werden, bestmöglich an der Entwicklung und Umsetzung von Software zu arbeiten, miteinander in Austausch zu gelangen und sich zu entfalten.“

Bei XITASO wird deshalb nicht in Abteilungen gedacht. Vielmehr wird es den Mitarbeitern ermöglicht, in Teams selbstorganisiert Entscheidungen zu treffen, ohne Zuhilfenahme eines verantwortlichen Teamleiters oder -managers. „Trotz Selbstorganisation sind wir der Überzeugung, dass es ein Mentoring für die persönliche Weiterentwicklung geben muss“, sagt Martin Huggenberger.

Eine eindeutige Empfehlung sprechen die beiden Brüder auch zum Thema Partnersuche für ein Unternehmen oder eine Gründung aus: „Definitiv nicht alleine!“ Und im Idealfall sollte einer der Partner einen kaufmännischen Hintergrund haben – wie Martin Huggenberger, der für die Finanzen zuständig ist, während sich sein Bruder um den operativen Teil kümmert.

Über die XITASO GmbH

XITASO versteht sich als der Digitalisierungspartner und Experte für Software Engineering im Raum Augsburg. Mit zwei weiteren Niederlassungen in Magdeburg und Ingolstadt und einer für 2021 geplanten in Madrid konnte das Ende 2011 gegründete Unternehmen bereits einen starken Zuwachs verzeichnen – der sich auch an den Mitarbeiterzahlen zeigt: von anfangs acht auf mittlerweile über 130 Mitarbeiter.